Elf Jahre künstlerische Partnerschaft - Wie Meran und Salzburg Künstlerinnen und Künstler gemeinsam fördern

Die Städtepartnerschaft Meran-Salzburg bietet den verschiedensten Vereinen aus Kultur,
Sport und Freizeit eine Reihe von Initiativen, die beide Städte näher zusammenführen und
neue Erfahrungen ermöglichen.


Konnten in der jeweiligen Partnerstadt künstlerisch tätig sein: Sonja Steger aus Meran (rechts im Bild) und Jutta Brunsteiner aus Salzburg. Konnten in der jeweiligen Partnerstadt künstlerisch tätig sein: Sonja Steger aus Meran (rechts im Bild) und Jutta Brunsteiner aus Salzburg.














Ob Chöre, Musikkapellen, Schulklassen oder Sportvereine: Bereits viele Meraner konnten dank der Partnerschaft die österreichische Kunst- und Kulturstadt mit all ihren Facetten erleben - so umgekehrt auch zahlreiche Salzburger Vereine und Gruppierungen, die Meran bisher aufsuchen konnten.
Im Rahmen der Partnerschaft findet seit bereits elf Jahren auch ein Künstleraustausch statt. Bei ihrem einmonatigen Aufenthalt haben die Künstlerinnen und Künstler die Möglichkeit, die Gaststadt näher kennen zu lernen, künstlerische Kontakte zu knüpfen, neue Erfahrungen zu sammeln und nicht zuletzt künstlerisch tätig zu sein.

In diesem Jahr hielt sich im Herbst die Meraner Künstlerin Sonja Steger in Salzburg auf, während zur gleichen Zeit die österreichische Malerin Jutta Braunsteiner zu Gast in Meran war. Die „Meraner Nachrichten“ haben die beiden Künstlerinnen nach ihren Eindrücken zur Partnerstadt und zur Initiative befragt.

Die Salzburger Künstlerin Jutta Brunsteiner wirkte im Atelier von KunstMeran und konnte am Ende ihres Aufenthaltes die in Meran angefertigten Werke einem kunstinteressierten Publikum vorstellen. „Ich wurde in Meran sehr freundlich aufgenommen“, erzählt die studierte Geographin Brunsteiner. Die Arbeitsmöglichkeiten seien sehr gut gewesen.

Im Mittelpunkt ihres Wirkens standen vor allem Landschafts- und Naturstudien sowie Stadtimpressionen. „Ausgangspunkt“ ihres künstlerischen Schaffens waren dabei ihre Fotoaufnahmen. „Inspirierend fand ich vor allem die Umgebung mit den Herbstfarben und der wunderbaren Berglandschaft“, fügt Brunsteiner hinzu. Neben ihrer artistischen Tätigkeit hatte die Künstlerin auch Gelegenheit, die Stadt und die Umgebung, ihre Schönheiten, aber auch die Geschichte kennen zu lernen. Die Initiative der beiden Städte sei sehr lobenswert und eine gute Idee, um Künstler zu fördern.

Die Autorin und Publizistin Sonja Steger, u.a. Mitbegründerin und Redaktionsmitglied der Meraner Kulturzeitschrift „Vissidarte - Kunst und Leben an der Passer – opere e giorni a Merano“, arbeitete hingegen in Salzburg an ihrem Lyrik-Band: Feilen am Text, Auswählen und Zusammenstellen von Gedichten, Bestimmen der Reihenfolge und Eingliedern in das Gesamtkonzept des Werkes standen an der Tagesordnung.

„Mein Aufenthalt in der Partnerstadt hat mir die Möglichkeit gegeben, Kontakte zu knüpfen. Außerdem weckt ein Ortswechsel schlummernde kreative Reserven“, meint Sonja Steger zu den Vorzügen des Künstleraustausches. Aufgefallen ist ihr in Salzburg vor allem das reichhaltige und vielfältige kulturelle Angebot. „Die Gepflegtheit Salzburgs spiegelt den Reichtum der Fest-Spielstadt wieder“, erklärt Steger. Dieser Reichtum, ursprünglich begründet auf das weiße Gold (Salz), werde vom Tourismus und der Kulturindustrie aufrechterhalten.




Veröffentlicht am:
11:34:21 29.02.2008 von Peter Thalmann